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Coburg und seine Veste

Von Thüringer | 6.Mai 2009

Coburg ist eine kreisfreie Stadt in Oberfranken. Vor 1918 war Coburg als Residenzstadt der Herzöge Sachsen-Coburg bekannt. Danach entwickelte sich Coburg im Laufe der Jahre als Hochschul – und Europastadt. Coburg ist mittlerweile in 13 Stadtteile gegliedert und hat rund 42.500 Einwohner. Hiermit ist sie die größte Stadt im Regierungsbezirk Oberfranken. Die Stadt liegt zwischen dem Maintal und dem südlichen Vorland des Thüringer Mittelgebirges in einer Höhenlage von ca. 296 Metern. Coburg ist geprägt von einer gut erhaltenen Altstadt, Renaissancebauten, einigen umliegenden Schlösschen und der Veste Coburg. Coburg ist auch das Oberzentrum wichtiger Infrastruktur, einer der Hauptarbeitgeber in der Region ist die Versicherung HUK-COBURG. Wichtig zu erwähnen sind auch die Hochschule, das Landestheater, Die Landesbibliothek und ein großes Klinikum.

veste coburg

Der wohl beliebteste Anziehungspunkt ist die Veste Coburg. Die Veste Coburg gehört in Deutschland zu den besterhaltendsten und größten Burgen Deutschlands. Sie hat eine flächenmäßige Ausdehnung von 153×280 m und liegt in einer Höhe von 464 m über dem Meeresspiegel. Die Burg wurde 1225 erstmalig urkundlich erwähnt und ist in ihrer Geschichte niemals eingenommen worden.

Sie diente während der Jahrhunderte für viele Zwecke, unter anderem waren in Nebengebäuden früher eine Irrenanstalt und ein Zuchthaus eingerichtet. Im Jahre 1530 hat sich der Reformator Martin Luther einige Monate auf der Veste Coburg aufgehalten - noch heute kann man bei Burgführungen das Lutherzimmer betrachten. Außerdem ist heute nach der Umgestaltung der Veste im Stil der Romantik eine wertvolle Kunstsammlung zu sehen. Daneben sind zahlreiche Verteidigungswaffen, ein Fallgatter und ein 10 Meter hohes Eingangsportal zu bestaunen. Zeugnis einstiger Baukunst sind auch die Bastionen (Löwenbastion), Gräben und Brücken. Im Inneren verbergen sich noch Laufgänge und Pechgruben.

Leider wurde die Veste Coburg im April 1945 Opfer vom Beschuss von amerikanischen Truppen, wobei schwere Gebäudeschäden entstanden. In den Fünfziger Jahren wurde der Herzoginbau vereinfacht wieder hergestellt. Bei Renovierungsarbeiten in der Achtziger Jahren wurden mächtige, unbekannte Fundamente ausgegraben und die sogenannte “Steinerne Kemenate” renoviert und ausgebaut. 1987 wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten an den äußeren Wallgräben abgeschlossen.

Bilder aus der Veste Coburg

Beitrag aus: Schlösser und Burgen |


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