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Der Sonneberger Arbeitsmarkt - Minijobs, Leiharbeit und Niedriglöhne

Von Sonneberger | 9.September 2013

Landratsamt Sonneberg

Eine Studie des Pestel Institut bringt erschreckendes zu Tage: Im Landkreis Sonneberg sind knapp 1900 Frauen in Mini Jobs beschäftigt. Das sind über 70% der vorhandenen Stellen. Die Zahlen wurden von Vertretern der Gewerkschaften Verdi und NGG bekannt gegeben. Diese Stellen werden zudem noch sehr schlecht bezahlt. Viele bekommen nicht einmal 8,50€ die Stunde. Da kommen keine 900€ netto im Monat heraus. Altersarmut ist vorprogrammiert, denn mit Rente ist da nicht viel. Den von den Gewerkschaften geforderten flächendeckenden Mindestlohn von 8,50€ die Stunde kann ich auch nicht verstehen. Das reicht auch nicht um vernünftig leben zu können, obwohl man schuften muß.

Im neulich ausgestrahlten Fersehduell zwischen Merkel und Steinbrück zur Bundestagswahl gab die Kanzlerin die Aussage: Diese Bundesregierung ist die erfolgreichste aller Zeiten. Ähh … wie bitte! Worin hat sie denn Erfolg - im Schaffen von Dumpinglohn-Arbeitsplätzen. Ehrliche Arbeit bringt keinen gerechten Lohn, und sie sonst sich im Glanz neu geschaffener Arbeitsplätze. Den Griechen schmeißt sie Milliarden von Euro Steuergeld hinterher, die Griechenland primär nichts nutzen weil mit dem Geld Schulden bezahlt werden, also eigentlich nicht Griechenland, sondern Banken gerettet werden.

Die “Gelben Seiten” weisen alleine für Sonneberg über 10 Einträge von Leiharbeitsfirmen auf. Sogar in der Jobbörse der Agentur für Arbeit prangen deren Stellenangebote. Was für ein Hohn. Gewinner sind die Unternehmen, die Arbeitskräfte unter der Umgehung von tariflichen Abmachungen schnell wieder entsorgen können, wenn sie gerade nicht gebraucht werden. Der Einsatz solcher Leiharbeiter wird wahrscheinlich dann mit Konkurrenzfähigkeit begründet.

Einer der die Dinge beim Namen genannt hat, kürzlich in einer Rede im Bundestag, ist Gregor Gysi - aber das ist ja ein Linker, die wählen wir ja nicht. Man hätte die Wahl etwas zu bewegen mit der Bundestagswahl - aber da müßte ein Umdenken in den Köpfen der Leute stattfinden. Aber noch geht es in Sonneberg vielen zu gut.

Beitrag aus: Der Sonneberger privat |


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